Mittwoch, 10. Februar 2016

Ein Knäuel: Wollkorb

Zugegeben, das "Knäul" von Hoooked Zpagetti ist schon ziemlich groß. Aber ich habe daraus einen mittelgroßen Wollkorb gehäkelt. Ich befürchte sogar, hätte ich noch mehr von dem Textilgarn gehabt, dann würden die ganzen Wollreste und angefangenen Projekte zu viel Wohnbereich einnehmen. So tricks ich mich ein bisschen aus und muss zusehen, dass gekaufte Wolle auch verbraucht wird. Und der Korb war easypeasy an einem Sonntagnachmittag fertig - also los!

Mittelgroßer Wollkorb
  • 1 Knäuel Hoooked Zpagetti
  • Häkelnadel 10 mm
Mein Garn ist beige gepunktet, jedoch weiß ich nicht mehr den korrekten Namen aus der Zpagetti-Reihe. Nun gibt es auf Pinterest und Youtube zahlreiche Anleitungen zu solchen Körben. Ich habe mich überall ein wenig durchgeklickt, bis ich mir einen ungefähren Leitfaden machen konnte. Ich habe zum Beispiel gelesen, dass es mit der Häkelnadelgröße 10mm schön fest und eng werden soll. Das kann ich bestätigen, die festen Maschen sind gut miteinander verbunden und stehen daher auch aufrecht und geben nicht schnell nach.


privat
Zuerst habe ich in Runden einen Boden wie einen Untersetzer gehäkelt. Mit dem magischen Ring gings los: Ich habe sechs feste Maschen gearbeitet, und in der zweiten Runde wird in jede vorherige Masche zweimal gestochen = 12 Maschen. In der dritten Runde wird nur noch in jede zweite (18 Maschen) feste Masche der vorherigen Reihe gearbeitet. Und so weiter... Ich habe allerdings irgendwann auch nur noch nach Augenmaß zugenommen, denn ich finde bei Textilgarn verzieht sich auch schnell mal die Arbeit, wenn man sich stur an das Muster für diese Zunahmen hält. Das hängt vom Garn und von der häkelnden Person ab. Die Runden habe ich stets mit einer Kettmasche abgeschlossen und dann mit einer Luftmasche die neue Runde angefangen.

Nach sieben Reihen wollte ich in die Höhe. Ich habe den Untersetzer also mit einer Kettmasche beendet, Luftmasche und ab da an in einer aufwärtsgehenden Spirale gehäkelt. Die leichte Schräglage der Reihen fällt gar nicht so sehr auf. Im Gegenteil, ich finde es sogar wesentlich unschöner, wenn man doch irgendwo den Bruch der Kettmasche + Luftmasche sehen würde. Ich habe mir trotzdem immer den Maschenmarkierer gesetzt, damit ich dann beim drohenden Ende des Garns an der ungefähr passenden Stelle das Werk mit einer Kettmasche abschließen kann.

Fix die Enden versteckt oder vernäht - fertig!

privat
Kleiner Tipp: An der Stelle, von wo aus der Korb in die Höhe gehen soll, habe ich die festen Maschen etwas anders gestochen. In der ersten "Reihe" der Spirale habe ich nicht durch die gesamte Masche der Vorreihe gestochen, so dass beide Fäden über der Nadel liegen. Sondern ich habe hier durch das Auge gestochen, so dass nur der hintere Faden über der Nadel lag. Dann ganz normal den Faden durchholen und mit dem zweiten Mal Fadenholen die Schlingen abmaschen. Dadurch entsteht ein Knick in der Arbeit. Am Ende habe ich den Korb noch einmal umgedreht und der Knick hat wirklich zur Stabilität beigetragen.


Hier lagere ich nun angefangene Projekte, neue Wolle und meine Häkelnadeln. Rechts im Bild meine selbstgemachten Filzpuschen und ein sockiger Beweis für meine ewig kalten Füße...




Kommentare:

  1. Sieht klasse aus! Schleiche auch immer im Zpagetti Garne herum...

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    1. Es gibt die ja auch wirklich in sehr schönen Designs und ich glaube nicht, dass man extra eine neue Hoooked-Nadel dazu kaufen muss. :-)

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Danke!